(Wasser-)Konzepte

aus anthropologischer Perspektive

Verschiedene Konzepte versuchen aus einer sozial- oder kulturwissenschaftlichen Perspektive Wasser greifbar zu machen. Einige davon werden hier mit dem Ziel vorgestellt, diese Auswahl stetig weiter zu entwickeln.

Hydrokolonialismus

Bezugnehmend auf die folgende Gedichtpassage von Koleka Putuma entwickelt Isabel Hofmeyr ein Konzept von Hydrokolonialismus: "…every time our skin goes under, it's as if the reeds remember that they were once chains, and the water, restless, wishes it could spew all of the slaves and ships onto shore, whole as they had boarded, sailed and sunk. Their tears are what has turned the ocean salty…" Der Nationalstaat Südafrika, so ihr Argument, ist eine hydrokoloniale Formation. Durch koloniale Landnahme in Form eines Eindringens auf dem Seeweg und zugleich eine nationalstaatliche Orientierung ins Landesinnere fanden Verschiebungen historisch etablierter Verbindungen mit dem Ozean statt.

Quellen

Hofmeyr, Isabel (2019): Provisional Notes on Hydrocolonialism
English Language Notes, Volume 57, Number 1, April 2019, pp. 11-20.

Putuma, Koleka (2017): Collective Amnesia
Cape Town: Uhlanga, p. 12f.

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